Datenschutz in der Rechtsanwaltskanzlei – Pflichtinformationen gem. Art. 12 ff. DSGVO

Zur Erfüllung des Auftrages für Sie, setzen wir nicht nur eine komplexe EDV ein, sondern erheben, verwalten und verarbeiten auch eine Vielzahl persönlicher Daten von Ihnen. Seit dem 25. Mai 2018 gilt die sog. Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Bei der DSGVO handelt es sich um ein neues, einheitliches Datenschutzrecht für die gesamte Europäische Union. Mit dieser Pflichtinformation kommen wir zum einen unserer gesetzlichen Informationspflicht nach. Zum anderen lässt sich ersehen, dass wir den Schutz Ihrer Daten wie bisher auch weiterhin sehr ernst nehmen. Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt ausnahmslos auf der Basis von gesetzlichen Regelungen.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Vertraulichkeit und der Schutz der Privatsphäre der Mandanten hat in unserer Rechtsanwaltskanzlei einen besonders hohen Stellenwert. Wir möchten Sie im Folgenden darüber in Kenntnis setzen, welche personenbezogenen Daten wir nach der DSGVO verarbeiten. Dieser Information können Sie auch entnehmen, welche Rechte Sie bezüglich Ihrer Daten haben.

1. Name und Kontaktdaten des für die Verarbeitung Verantwortlichen sowie des betrieblichen Datenschutzbeauftragten
Diese Datenschutzhinweise gelten für die Datenverarbeitung durch:
Verantwortlicher: Rechtsanwalt Wolfgang Außner, Oberhöchstadter Straße 10, D-61440 Oberursel, Deutschland Email: ra@nilsaussner.de Telefon: +49 (0)6171 – 919310, Fax: +49 (0)6171 – 9193110.

2. Erhebung & Speicherung personenbezogener Daten sowie Art & Zweck & deren Verwendung
Wir verarbeiten bei der Wahrnehmung der uns übertragenen Aufgaben personenbezogene Daten. Diese Datenverarbeitung erfolgt auf Ihre Anfrage hin und ist für die angemessene Bearbeitung Ihres Anliegens sowie zur Erfüllung von unseren vertraglichen und gesetzlichen Pflichten erforderlich.

Wenn Sie uns mit einer anwaltlichen Tätigkeit beauftragen, erheben wir ggf. folgende Informationen:
• Allgemeine Personendaten: Anrede, Vorname, Nachname, Geschlecht, Geburtsort, Familienstand, Staatsangehörigkeit, gültige E-Mail-Adresse, Anschrift, Telefonnummer (Festnetz und/oder Mobilfunk), etc.;
• Kennnummern: Personalausweis- und/oder Passnummer, Steueridentifikationsnummer, Führerschein, KFZ-Kennzeichen, etc.;
• Bankdaten: Kreditinstitut, Bankverbindung, Kreditinformationen etc.;
• Vermögensverhältnisse: Immobilieneigentum, sonstige Rechte an Grundstücken, Gesellschaftsbeteiligungen, Versicherungen, Einkommen, Renteninformationen, sonstiges bewegliches Vermögen, etc.;
• sonstige Informationen, die für die Durchführung Ihres erteilten Auftrages / Ihrer erfolgten Anfrage notwendig sind.
Die Erhebung dieser Daten erfolgt,
• um Sie als unseren Mandanten / Auftraggeber identifizieren zu können;
• um Sie angemessen rechtsanwaltlich beraten zu können;
• Ihren uns erteilten Auftrag durchführen zu können;
• zur Korrespondenz mit Ihnen;
• zur Rechnungsstellung;
• sowie der Geltendmachung etwaiger Ansprüche für und gegen Sie.

Die Datenverarbeitung erfolgt auf Ihren Auftrag bzw. Ihre Anfrage hin und ist nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b, c und e DSGVO zu den genannten Zwecken für die angemessene Bearbeitung des Mandats und für die beidseitige Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Vertrag erforderlich.

Darüber hinaus können für eine ordnungsgemäße Beratung und Vertretung besondere Kategorien von personenbezogenen Daten verarbeitet werden (Art. 9 DSGVO), dies sind z.B. Angaben zu Behinderungen, der sexuellen Orientierung und Gesundheitsdaten.

Weiterhin erheben wir auch bei öffentlich zugänglichen Quellen personenbezogene Daten, z.B. Grundstücksdaten vom Grundbuchamt und Registerdaten vom Handelsregister. Ferner erheben wir Daten aus sonstigen Quellen z.B. bei Gläubigern. Dies geschieht jedoch nur aufgrund vorheriger Veranlassung durch Sie und zur Bearbeitung Ihres konkreten Anliegens bzw. zur Erfüllung von gesetzlichen Pflichten.

3. Speicherung Ihrer Daten
Die für die Mandatierung von uns erhobenen personenbezogenen Daten werden bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht für Anwälte (6 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem das Mandat beendet wurde,) gespeichert und danach gelöscht, es sei denn, dass wir nach Artikel 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO aufgrund von steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungs- und Dokumen-tationspflichten (aus HGB, StGB oder AO) zu einer längeren Speicherung verpflichtet sind oder Sie in eine darüber hinausgehende Speicherung nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben.

4. Weitergabe von Daten an Dritte
Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den im Folgenden aufgeführten Zwecken findet nicht statt.
Soweit dies nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO für die Abwicklung von Mandatsverhältnissen mit Ihnen erforderlich ist, werden Ihre personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben. Hierzu gehört insbesondere die Weitergabe an Verfahrensgegner und deren Vertreter (insbesondere deren Rechtsanwälte) sowie Gerichte und andere öffentliche Behörden zum Zwecke der Korrespondenz sowie zur Geltendmachung und Verteidigung Ihrer Rechte. Die weitergegebenen Daten dürfen von dem Dritten ausschließlich zu den genannten Zwecken verwendet werden.
Das Anwaltsgeheimnis bleibt unberührt. Soweit es sich um Daten handelt, die dem Anwaltsgeheimnis unterliegen, erfolgt eine Weitergabe an Dritte nur in Absprache mit Ihnen.
Eine Übermittlung Ihrer Daten an Dritte erfolgt folglich nur, wenn dies gesetzlich erlaubt und erforderlich ist oder Sie hierin eingewilligt haben.
Weiterhin erfolgt die Übermittlung von Daten an weitere berechtigte Empfänger. Dazu gehören insbesondere von uns eingesetzte Dienstleister, wenn diese als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO beauftragt werden. Auftragsverarbeiter in diesem Sinne sind insbesondere der IT-Systembetreuer, die Softwareanbieter, die Finanzbuchhaltung.

5. Ihre Rechte
Sie haben gegenüber uns folgende Rechte hinsichtlich der Sie betreffenden personenbezogenen Daten:
• Auskunft über Sie betreffenden personenbezogene Daten (Art. 15 DSGVO),
• Berichtigung Sie betreffende unrichtige personenbezogene Daten (Art. 16 DSGVO),
• Löschung personenbezogener Daten (Art. 17 DSGVO),
• Einschränkung der Verarbeitung personenbezogener Daten (Art. 18 DSGVO),
• Widerspruch gegen die Verarbeitung personenbezogener Daten (Art. 21 DSGVO),
• Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu verlangen (Art. 20 DSGVO),
• sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren (Art. 77 DSGVO).

Die vorstehenden Rechte gelten nur insoweit, als das diesen nicht die rechtsanwaltliche Verschwiegenheitsverpflichtung entgegensteht.
Nur in Ausnahmefällen benötigen wir Ihre Einwilligung. In diesen Fällen haben Sie zusätzlich das Recht, die Einwilligung für die zukünftige Verarbeitung zu widerrufen (Art. 7 Abs. 3 DSGVO). Die bisherige Rechtmäßigkeit der Verarbeitung wird durch einen Widerruf nicht berührt. Eine weitere Bearbeitung Ihres Mandates ist in diesem Fall nicht mehr möglich.